Orientierung vor Berufsfindung - Zu Besuch in der Beruflichen Schule

Orientierung vor Berufsfindung - Zu Besuch in der Beruflichen Schule

Orientierung vor Berufsfindung - Zu Besuch in der Beruflichen Schule


Im Rahmen des Bundesprogramms XENOS (griechisch: der Freund, der Fremde) hatten die Jugendlichen der John-F.-Kennedy-Schule die Möglichkeit, sich in der Metallwerkstatt zu orientieren.



Stolz sind nicht nur Christian Anuroglu und Alisha Rauer auf ihre Produkte sondern auch v.l.n.re. Manfred Ochs, Oswin Veith und Manuela Günter in der Werkstatt der Beruflichen Schule, Butzbach

Unter der Leitung des Berufspädagogen Herrn Erich Lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 8g an einem originellen "Fisch-Schlüsselbord". 

Es wurde gebogen, gefeilt, gebohrt, geschliffen und punktgeschweißt und am Ende entstand ein dekorativer Aufhänger. Mancher traute es sich am Anfang gar nicht zu, so schnell so präzise zu arbeiten. Umso stolzer war er dann auf das fertige Produkt, das er mit nachhause nehmen konnte.  

"Ich habe verdammt viel gelernt. Das genaue Arbeiten hat Spaß gemacht und die erlernte Theorie waren genau das, was ich will", so die Schülerin Alisha Rauer.  

"Ein Schwerpunkt der von der Bundesregierung mit einer Mill. EURO finanzierten Maßnahme im Wetteraukreis ist die Erleichterung des Wechsels von Schule in den Beruf, ein sehr gut angelegtes Geld, denn so kann die Jugendarbeitslosigkeit minimiert werden und Abbrüche von begonnen Ausbildungen aufgrund der falschen Erwartungen von Jugendlichen werden verhindert", so der Erste Kreisbeigeordnete Oswin Veith zur Lerngruppe, die sich auch durch die Anwesenheit von Herrn Veith mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine gelassen fühlt.  

An dieser innovativen Maßnahme nehmen sechs allgemeinbildende Schulen sowie die Butzbacher Berufliche Schule teil. Ähnliche Workshops wie der durchgeführte fanden schon mit der Schrenzerschule statt, eine der Kooperationsschulen in der Maßnahme.  

Am Nachmittag erlebte die Schülergruppe eine Betriebserkundung bei der Firma BUSS SMS in Butzbach. Der Betriebsleiter Dieter Axmann erläuterte die Produktpalette der Firma, die sich vor allem mit großen Verdampfern in ganz Europa einen guten Namen erworben hat. Ganz besonders interessierten sich die Jugendlichen für den Fertigungsbereich der Schweißerei, Dreherei und die Endmontage. Fasziniert waren sie von den riesigen Drehmaschinen und von den großen Biege- und Schneidemaschinen.  

Die Schüler fragten sehr genau nach "Wie kann mit einem Wasser- oder Plasmastrahl Stahl getrennt werden?" Der Wasserstrahl hat einen sehr hohen Druck und der Plasmabrenner produziert Gase mit 30.000 Grad Celsius – faszinierende Antworten, die die Schüler motivierten nachzufragen, unter welchen Bedingungen sie eine Chance hätten, einen Praktikumsplatz oder Lehrstelle zu bekommen. Es machte ihnen Mut zu hören, dass die Firma regelmäßig zwischen sieben und 13 Lehrlinge ausbildet. Davon eine Lehrstelle zu bekommen hängt von guten Leistungen und einer hohen Motivation der Bewerber/innen ab.  

Der zweite Konrektor Manfred Ochs und die Klassenlehrerin Manuela Günter waren zu Recht begeistert von ihrer Lerngruppe. Am Vormittag arbeiteten die Schüler/innen selbst und am Nachmittag nahmen sie sehr interessiert und diszipliniert an der Betriebserkundung teil. "So bekommt das theoretische Wissen einen sehr konkreten Bezug zur Produktion. Genau das ist es, was die Jugendlichen in einer zu stark an Büchern orientierten Schule brauchen" erklärte Manfred Ochs. Weiter bedankte er sich bei Herrn Schmidt von der NachSchule für die sehr gute Organisation des Tages und wünschte sich, dass auch alle anderen Abschlussklassen seiner Schule an derartigen Workshops teilnehmen können.



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